Indexmiete

ie Vereinbarung einer Indexmiete ist ebenfalls zeitlich unbeschränkt möglich. Indexvereinbarungen sind dabei auch für kürzere als 10-jährige Zeiträume zulässig.

Die Vereinbarung einer Indexmiete erfolgt in Schriftform im Mietvertrag. Die Vereinbarung im Mietvertrag ist Voraussetzung für eine spätere Erhöhung der Miete nach dem Preisindex.

Die Indexmiete kann frühestens nach einem Jahr erhöht werden, dass heißt, sie muss mindestens jeweils 12 Monate unverändert bleiben.

Anders als bei der Staffelmiete bedarf es bei der Indexmiete einer Mieterhöhungserklärung des Vermieters gegenüber dem Mieter. Die Anforderung der neuen Miete bei geändertem Preisindex erfolgt in Textform. Die erhöhte Miete ist mit Beginn des übernächsten Monats nach dem Zugang der Erklärung zu zahlen.

Nach der Gesetzesreform ist als Index nur noch der "Preisindex für die Lebenshaltungskosten aller privaten Haushalte in Deutschland" zugelassen. Alle anderen Preisindexvereinbarungen sind unwirksam oder entsprechend an den benannten Preisindex anzupassen.

Haben die Parteien im Mietvertrag eine Indexerhöhung vereinbart, ist daneben eine Mieterhöhung nach ortsüblichen Vergleichsmieten (Mietspiegeln) ausgeschlossen. Nicht ausgeschlossen ist eine Mieterhöhung wegen Modernisierungsmaßnahmen. Das dem Mieter dabei eigentlich zustehende Sonderkündigungsrecht des Mieters aufgrund der Modernisierungsmieterhöhungsankündigung gilt nicht bei der Indexmiete.

Der Mieter muss in diesem Fall also die Modernisierung dulden und kann nur in der gesetzlichen Frist das Mietverhältnis ordentlich kündigen.

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Mietrecht