Der Twitter-Mitgründer Biz Stone und der Pinterest-Mitgründer Evan Sharp haben mehrere Dutzend Millionen US-Dollar für den Start einer neuen Social-App eingesammelt, die den Einfluss sozialer Netzwerke auf die psychische Gesundheit neu denken soll, berichtet mietrecht-ratgeber.de. Das Startup mit dem Namen West Co hat bereits eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen und eine Testversion seines Produkts für einen begrenzten Nutzerkreis gestartet. Das Projekt wird als Versuch positioniert, auf die wachsende Kritik an klassischen sozialen Plattformen zu reagieren, denen zunehmend ein negativer Einfluss auf das emotionale Wohlbefinden der Menschen vorgeworfen wird. Die Gründer sprechen offen von den „verheerenden Folgen“, die soziale Medien in den vergangenen 15 Jahren für viele Menschen gehabt haben. Genau dieser Umstand sei der Auslöser für die Entwicklung eines neuen Ansatzes digitaler Kommunikation gewesen.
Die erste App des Unternehmens trägt den Namen Tangle und ist derzeit nur auf Einladung verfügbar. Ihr Konzept unterscheidet sich deutlich von klassischen Newsfeeds und algorithmisch gesteuertem Content. Anstelle endlosen Scrollens werden die Nutzer mit einer einfachen Frage konfrontiert: „Was ist deine Intention für heute?“ Die Idee dahinter ist, dass Menschen ihre Ziele mit Freunden teilen und bewusst festhalten, wie ihr Tag tatsächlich verläuft. Die Entwickler sind überzeugt, dass dieser Ansatz helfen kann, das eigene Leben besser zu reflektieren und emotionale Erschöpfung zu reduzieren.
Nach Angaben westlicher Medien hat das Startup bereits rund 29 Millionen US-Dollar an Investitionen eingesammelt. Die Seed-Finanzierungsrunde wurde vom Venture-Capital-Unternehmen Spark Capital angeführt, das zuvor schon in bekannte Technologieprojekte investiert hat. Gleichzeitig befindet sich die App noch nicht in ihrer endgültigen Form. Biz Stone räumt ein, dass sich das Produkt bis zum öffentlichen Start noch deutlich verändern könnte. Das Team experimentiert weiterhin mit Funktionen und sammelt Feedback der ersten Nutzer.
Evan Sharp, der CEO von West Co, betont, dass das Unternehmen nicht darauf abzielt, ein weiteres Massen-Social-Network zu schaffen. Vielmehr gehe es um ein Werkzeug für ein bewussteres Leben und eine gesündere Online-Kommunikation. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Kritik an Plattformen wie Facebook, Instagram und X wirkt dieses Projekt wie der Versuch, auf die gesellschaftliche Nachfrage nach ethischeren digitalen Produkten zu reagieren.
Ob die neue App tatsächlich in der Lage sein wird, den Umgang mit sozialen Medien nachhaltig zu verändern, bleibt offen. Doch allein die Beteiligung von Persönlichkeiten, die an der Entstehung moderner Social-Media-Plattformen maßgeblich beteiligt waren, hat bereits großes Interesse in der Tech-Branche geweckt.
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