Gleichzeitig ist das Angebot in Deutschland groß: Präsenzkurse, Online-Weiterbildungen, berufsbegleitende Programme, Intensivkurse und geförderte Maßnahmen unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander.
Deshalb sollte die Entscheidung nicht allein davon abhängen, welcher Kurs interessant klingt oder welcher Anbieter die attraktivste Werbung macht. Entscheidend ist vielmehr, ob die Weiterbildung zum persönlichen Berufsziel passt und nach ihrem Abschluss tatsächlich bessere Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt eröffnet.
Worauf sollte man also achten, bevor man sich für eine Weiterbildung entscheidet?
1. Zuerst das berufliche Ziel definieren
Die Suche nach einer Weiterbildung sollte nicht mit einem Kurs, sondern mit einem konkreten Ziel beginnen.
Man sollte sich zunächst fragen:
- Welchen Beruf möchte ich nach der Weiterbildung ausüben?
- Möchte ich in meinem bisherigen Beruf bleiben oder die Branche wechseln?
- Welche Kenntnisse fehlen mir aktuell?
- Welche Anforderungen stellen Arbeitgeber in diesem Bereich?
- Benötige ich einen bestimmten Abschluss oder hauptsächlich praktische Fähigkeiten?
Wer beispielsweise bereits mehrere Jahre im Rechnungswesen gearbeitet hat, braucht möglicherweise keine vollständige neue Berufsausbildung. Sinnvoller kann eine Weiterbildung sein, die gezielt Kenntnisse in deutschem Steuerrecht, DATEV oder Lohnbuchhaltung vermittelt.
Bei einem vollständigen Berufswechsel können dagegen umfangreichere Programme notwendig sein.
Je genauer das Ziel definiert ist, desto einfacher lässt sich beurteilen, ob eine Weiterbildung tatsächlich dazu passt.
2. Stellenanzeigen analysieren, bevor man einen Kurs auswählt
Eine der praktischsten Methoden besteht darin, zunächst aktuelle Stellenangebote für den gewünschten Beruf anzusehen.
Dabei sollte man prüfen, welche Kenntnisse Arbeitgeber regelmäßig verlangen.
Interessant sind insbesondere:
- Software und Programme;
- fachliche Qualifikationen;
- Zertifikate;
- Berufserfahrung;
- Sprachkenntnisse;
- technische Fähigkeiten;
- Branchenkenntnisse.
Wenn beispielsweise in zehn Stellenanzeigen achtmal dieselbe Software genannt wird, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass entsprechende Kenntnisse für den Arbeitsmarkt relevant sind.
Eine gute Weiterbildung sollte daher nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern möglichst viele Kompetenzen abdecken, die tatsächlich in Stellenanzeigen vorkommen.
3. Inhalte des Kurses genau prüfen
Der Titel einer Weiterbildung sagt häufig nur wenig über ihre tatsächlichen Inhalte aus.
Zwei Programme mit ähnlichen Namen können völlig unterschiedlich aufgebaut sein.
Vor der Anmeldung sollte deshalb ein detaillierter Lehrplan verfügbar sein.
Dabei lohnt sich ein Blick auf folgende Fragen:
- Welche Themen werden behandelt?
- Wie viele Unterrichtsstunden sind für die einzelnen Bereiche vorgesehen?
- Gibt es praktische Aufgaben?
- Welche Software wird verwendet?
- Gibt es Projekte oder Fallstudien?
- Wie aktuell sind die Lerninhalte?
- Werden Grundlagen oder bereits fortgeschrittene Kenntnisse vermittelt?
Bezeichnungen wie „Digital Marketing“, „Data Analytics“, „Buchhaltung“ oder „Projektmanagement“ sind sehr breit. Entscheidend ist, was konkret dahintersteht.
Ein Kurs in Data Analytics kann beispielsweise hauptsächlich Excel behandeln oder zusätzlich SQL, Power BI und Python enthalten. Für die spätere Jobsuche macht dieser Unterschied einen erheblichen Unterschied.
4. Theorie allein reicht häufig nicht aus
Gerade bei beruflichen Weiterbildungen sollte Praxis eine wichtige Rolle spielen.
Arbeitgeber suchen nicht nur Bewerber, die erklären können, wie etwas theoretisch funktioniert. Sie brauchen Mitarbeiter, die typische Aufgaben selbstständig bearbeiten können.
Eine gute Weiterbildung sollte deshalb möglichst praktische Elemente enthalten, beispielsweise:
- reale oder realitätsnahe Projekte;
- Übungen mit berufstypischer Software;
- Fallstudien;
- Simulationen typischer Arbeitsaufgaben;
- Gruppenprojekte;
- Portfolio-Projekte;
- Praktika.
Wer eine Weiterbildung in Buchhaltung absolviert, sollte beispielsweise tatsächlich mit Buchhaltungssoftware arbeiten. Wer sich im Bereich Data Analytics weiterbildet, sollte selbst Datensätze analysieren und Reports erstellen.
Je näher die Aufgaben an der späteren beruflichen Tätigkeit liegen, desto wertvoller ist die Weiterbildung.
5. Dauer der Weiterbildung realistisch bewerten
Länger bedeutet nicht automatisch besser.
Eine Weiterbildung von zwölf Monaten ist nicht zwangsläufig hochwertiger als ein sechsmonatiger Kurs. Gleichzeitig sollte man bei sehr kurzen Programmen kritisch prüfen, ob komplexe Inhalte tatsächlich ausreichend vermittelt werden können.
Die passende Dauer hängt vor allem vom Ausgangsniveau ab.
Wer bereits Berufserfahrung besitzt und nur zusätzliche Kenntnisse benötigt, kann mit einer kurzen Spezialisierung gut beraten sein.
Bei einem kompletten Berufswechsel kann dagegen eine längere und intensivere Weiterbildung sinnvoll sein.
Wichtig ist das Verhältnis zwischen:
Dauer + Lerninhalten + Praxis + beruflichem Ziel.
Auch die wöchentliche Unterrichtszeit sollte berücksichtigt werden. Ein sechsmonatiger Vollzeitkurs kann wesentlich umfangreicher sein als eine Weiterbildung, die über ein Jahr nur wenige Stunden pro Woche stattfindet.
6. Vollzeit, Teilzeit oder Online?
Auch das Lernformat sollte zur persönlichen Situation passen.
Vollzeit
Eine Vollzeit-Weiterbildung eignet sich besonders für Personen, die sich vollständig auf ihre berufliche Qualifizierung konzentrieren können.
Der Vorteil ist das hohe Lerntempo. Gleichzeitig lässt sich eine Vollzeitmaßnahme schwieriger mit einer bestehenden Beschäftigung oder familiären Verpflichtungen kombinieren.
Teilzeit
Teilzeitprogramme sind flexibler und eignen sich beispielsweise für Berufstätige oder Eltern.
Dafür dauert die Weiterbildung normalerweise länger.
Online
Online-Weiterbildungen können besonders praktisch sein, wenn der Bildungsanbieter weit entfernt ist oder man zeitlich beziehungsweise örtlich flexibel bleiben möchte.
Bei Online-Angeboten sollte jedoch geprüft werden, wie der Unterricht tatsächlich organisiert ist.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen:
- Live-Unterricht mit Dozenten;
- aufgezeichneten Videos;
- selbstständigem Lernen über eine Plattform;
- einer Kombination aus mehreren Formaten.
Nicht jedes Modell eignet sich für jeden Lerntyp.
7. Bildungsanbieter genauer ansehen
Nicht nur der Kurs, sondern auch der Anbieter sollte geprüft werden.
Hilfreiche Fragen sind:
- Seit wann existiert der Bildungsträger?
- Welche Qualifikation haben die Dozenten?
- Sind Ansprechpartner leicht erreichbar?
- Gibt es einen transparenten Lehrplan?
- Werden konkrete Kursziele genannt?
- Gibt es Informationen über Abschluss und Prüfungen?
- Werden Kosten und Vertragsbedingungen verständlich dargestellt?
- Gibt es Unterstützung bei der Jobsuche?
Auch ein Beratungsgespräch vor Kursbeginn kann hilfreich sein.
Dabei sollte der Anbieter nicht ausschließlich versuchen, den Kurs zu verkaufen. Eine seriöse Beratung sollte auch erklären können, für wen das Programm geeignet ist und welche Voraussetzungen Teilnehmer mitbringen sollten.
Spezialisierte Bildungsträger wie beispielsweise die DWW Akademie können besonders interessant sein, wenn sich das Kursangebot gezielt auf einen bestimmten Berufsbereich konzentriert. Trotzdem sollten auch hier Inhalte, Praxisanteil, Dauer und berufliche Verwertbarkeit genauso geprüft werden wie bei jedem anderen Anbieter.
8. Auf AZAV-Zulassung achten, wenn eine Förderung geplant ist
Wer eine Weiterbildung über einen Bildungsgutschein finanzieren möchte, sollte die Zulassung des Anbieters und der jeweiligen Maßnahme prüfen.
Damit ein Bildungsgutschein für eine Weiterbildung eingesetzt werden kann, müssen grundsätzlich sowohl der Bildungsträger als auch die konkrete Maßnahme für die Weiterbildungsförderung zugelassen sein. Grundlage dafür ist die Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung, kurz AZAV.
Wichtig ist allerdings:
Eine AZAV-Zulassung bedeutet nicht automatisch, dass ein bestimmter Kurs für jeden Teilnehmer finanziert wird.
Die Agentur für Arbeit beziehungsweise das Jobcenter prüft die persönlichen Voraussetzungen und die arbeitsmarktliche Notwendigkeit der Weiterbildung individuell.
Deshalb sollte die Finanzierung möglichst geklärt werden, bevor ein kostenpflichtiger Vertrag unterschrieben wird.
9. Finanzierungsmöglichkeiten prüfen
Weiterbildungen können mehrere Tausend Euro kosten. Gleichzeitig gibt es in Deutschland unterschiedliche Fördermöglichkeiten.
Eine davon ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit beziehungsweise des Jobcenters.
Bei einer genehmigten Förderung können beispielsweise Lehrgangskosten und unter bestimmten Voraussetzungen weitere Kosten übernommen werden. Dazu können unter anderem Fahrtkosten oder Kinderbetreuungskosten gehören.
Auch Beschäftigte können unter bestimmten Voraussetzungen Unterstützung für berufliche Weiterbildung erhalten.
Welche Förderung infrage kommt, hängt unter anderem von Beschäftigungsstatus, beruflicher Situation und Bildungsziel ab.
Deshalb sollte man nicht automatisch davon ausgehen, eine Weiterbildung selbst bezahlen zu müssen.
10. Anerkennung des Abschlusses verstehen
Ein besonders wichtiger Punkt ist die Frage, welchen Abschluss man nach der Weiterbildung tatsächlich erhält.
Begriffe wie:
- Zertifikat;
- Teilnahmebescheinigung;
- IHK-Zertifikat;
- anerkannter Berufsabschluss;
- Herstellerzertifizierung
sind nicht gleichbedeutend.
Ein Zertifikat eines Bildungsträgers bestätigt beispielsweise, dass ein bestimmter Kurs absolviert wurde. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass damit ein staatlich anerkannter Berufsabschluss erworben wurde.
Vor der Anmeldung sollte deshalb klar sein:
Welches Dokument bekomme ich am Ende und welchen Wert hat es für meinen gewünschten Beruf?
Bei vielen Tätigkeiten sind praktische Kenntnisse wichtiger als der Name eines Zertifikats. In anderen Berufen können dagegen formale Qualifikationen entscheidend sein.
11. Unterstützung beim Berufseinstieg prüfen
Eine Weiterbildung sollte idealerweise nicht mit der letzten Unterrichtsstunde enden.
Besonders für Arbeitsuchende und Menschen, die sich beruflich neu orientieren, kann Unterstützung beim anschließenden Berufseinstieg wertvoll sein.
Mögliche Angebote sind:
- Hilfe beim Lebenslauf;
- Bewerbungstraining;
- Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche;
- LinkedIn- oder Xing-Profiloptimierung;
- Unterstützung bei der Stellensuche;
- Kontakte zu Arbeitgebern;
- Praktikumsmöglichkeiten.
Dabei sollte man bei sehr konkreten Versprechen vorsichtig sein.
Aussagen wie „garantierter Job nach dem Kurs“ sollten kritisch hinterfragt werden. Kein seriöser Bildungsanbieter kann für jeden Teilnehmer eine spätere Einstellung garantieren.
Wichtiger ist, ob konkrete Maßnahmen angeboten werden, die die Chancen auf eine Beschäftigung verbessern.
12. Bewertungen richtig interpretieren
Bewertungen können bei der Auswahl helfen, sollten jedoch nicht das einzige Entscheidungskriterium sein.
Besonders hilfreich sind ausführliche Bewertungen, in denen ehemalige Teilnehmer konkrete Punkte nennen:
- Qualität der Dozenten;
- Organisation;
- Betreuung;
- Schwierigkeitsgrad;
- Praxisanteil;
- technische Probleme;
- Unterstützung bei der Jobsuche.
Eine Bewertung wie „Super Kurs, alles perfekt“ liefert deutlich weniger Informationen als ein ausführlicher Erfahrungsbericht.
Man sollte außerdem Bewertungen auf mehreren Plattformen vergleichen und nicht ausschließlich die Testimonials auf der Website des Bildungsanbieters lesen.
13. Auf die Qualifikation der Dozenten achten
Ein Kurs kann einen guten Lehrplan haben und trotzdem qualitativ schwach sein, wenn die Dozenten wenig Erfahrung mit dem jeweiligen Thema besitzen.
Besonders bei berufsbezogenen Weiterbildungen ist praktische Erfahrung wichtig.
Ein Dozent für Online-Marketing sollte beispielsweise nicht nur Marketingtheorie kennen, sondern aktuelle Tools und Plattformen verstehen.
Dasselbe gilt für Buchhaltung, IT, Projektmanagement, Design oder Data Analytics.
Wenn möglich, sollte man vor Kursbeginn prüfen:
- Wer unterrichtet?
- Welche berufliche Erfahrung haben die Dozenten?
- Arbeiten sie aktuell oder regelmäßig in diesem Bereich?
- Gibt es Informationen zu ihren Qualifikationen?
14. Technische Ausstattung und Software berücksichtigen
In vielen Berufen sind konkrete Programme inzwischen genauso wichtig wie theoretisches Wissen.
Deshalb sollte man überprüfen, ob während der Weiterbildung mit marktüblichen Tools gearbeitet wird.
Je nach Beruf können das beispielsweise sein:
Buchhaltung: DATEV, Lexware, SAP
Data Analytics: Excel, SQL, Power BI, Python
Design: Figma, Adobe-Programme
Online-Marketing: Google Ads, Google Analytics, SEO-Tools
Projektmanagement: Jira, Confluence, Microsoft Project
Wer diese Programme bereits während der Weiterbildung praktisch nutzt, kann entsprechende Erfahrungen später auch im Vorstellungsgespräch besser erklären.
15. Weiterbildungssuche nutzen und Angebote vergleichen
Man sollte sich möglichst nicht für den ersten gefundenen Kurs entscheiden.
Die Bundesagentur für Arbeit verweist für die Suche nach Weiterbildungsangeboten mittlerweile auf das nationale Weiterbildungsportal mein NOW. Dort können Interessierte Weiterbildungsangebote recherchieren und unter anderem nach Fördermöglichkeiten suchen.
Sinnvoll ist es, mindestens drei passende Programme miteinander zu vergleichen.
Eine einfache Vergleichstabelle kann dabei helfen:
| Kriterium | Weiterbildung A | Weiterbildung B | Weiterbildung C |
| Dauer | |||
| Vollzeit/Teilzeit | |||
| Online/Präsenz | |||
| Kursinhalte | |||
| Praxisprojekte | |||
| Software | |||
| Abschluss | |||
| AZAV | |||
| Förderung möglich | |||
| Unterstützung bei Jobsuche | |||
| Kosten |
Dadurch wird schnell sichtbar, welches Angebot tatsächlich besser zum eigenen Ziel passt.
Typische Fehler bei der Wahl einer Weiterbildung
Bei der Entscheidung werden immer wieder ähnliche Fehler gemacht.
Nur auf den Kurstitel achten
Ein moderner oder attraktiv klingender Name sagt wenig über die tatsächliche Qualität aus.
Die Weiterbildung wählen, ohne den Arbeitsmarkt zu prüfen
Man kann viel Zeit in einen Kurs investieren und anschließend feststellen, dass Arbeitgeber ganz andere Fähigkeiten verlangen.
Nur auf das Zertifikat achten
Ein Zertifikat ist hilfreich, ersetzt aber nicht automatisch praktische Kompetenzen.
Die kürzeste Weiterbildung wählen
Ein schneller Abschluss ist nur dann ein Vorteil, wenn die relevanten Inhalte tatsächlich vermittelt werden.
Die längste Weiterbildung für die beste halten
Auch das Gegenteil ist problematisch. Ein Programm kann unnötig lang sein und viele Inhalte wiederholen, die man bereits beherrscht.
Finanzierung zu spät klären
Wer einen Bildungsgutschein oder eine andere Förderung nutzen möchte, sollte dies vor Vertragsabschluss prüfen.
Werbung mit realen Berufschancen verwechseln
Versprechen wie „Top-Gehalt“, „garantierte Karriere“ oder „100 Prozent Jobchance“ sollten kein Hauptgrund für die Wahl eines Anbieters sein.
Eine einfache Checkliste vor der Anmeldung
Vor der endgültigen Entscheidung sollte man folgende Fragen beantworten können:
- Welchen konkreten Beruf möchte ich nach der Weiterbildung ausüben?
- Werden die Kursinhalte in aktuellen Stellenanzeigen verlangt?
- Welche praktischen Fähigkeiten lerne ich?
- Mit welcher Software werde ich arbeiten?
- Welche Qualifikation besitzen die Dozenten?
- Welchen Abschluss erhalte ich?
- Wie viele Stunden umfasst die Weiterbildung tatsächlich?
- Ist der Kurs online, in Präsenz, Vollzeit oder Teilzeit?
- Passt dieses Format zu meiner persönlichen Situation?
- Ist eine Förderung möglich?
- Ist die Maßnahme gegebenenfalls AZAV-zugelassen?
- Gibt es praktische Projekte oder ein Praktikum?
- Welche Unterstützung gibt es bei Bewerbungen und Jobsuche?
- Wie unterscheiden sich mindestens zwei oder drei alternative Angebote?
Wenn diese Fragen klar beantwortet sind, lässt sich die Qualität einer Weiterbildung wesentlich besser beurteilen.
Fazit: Die beste Weiterbildung ist die, die zum Berufsziel passt
Es gibt nicht die eine Weiterbildung, die für jeden Menschen die beste ist.
Ein sechsmonatiger Intensivkurs kann für einen erfahrenen Berufstätigen ideal sein, während ein Quereinsteiger möglicherweise deutlich mehr Zeit benötigt. Für manche Berufe ist ein anerkanntes Zertifikat entscheidend, bei anderen zählen praktische Fähigkeiten und Berufserfahrung stärker.
Deshalb sollte man eine Weiterbildung nicht hauptsächlich nach Bekanntheit des Anbieters, Dauer oder Preis auswählen.
Entscheidend sind vor allem drei Fragen:
Was möchte ich beruflich erreichen?
Welche Fähigkeiten verlangt der Arbeitsmarkt dafür?
Vermittelt mir diese Weiterbildung genau diese Fähigkeiten?
Wer diese Fragen zuerst beantwortet und anschließend mehrere Angebote systematisch miteinander vergleicht, hat deutlich bessere Chancen, eine Weiterbildung zu finden, die nicht nur interessant klingt, sondern den nächsten beruflichen Schritt tatsächlich erleichtert.

