Was heute Morgen auf der A42 passiert ist
Auf der Autobahn A42 kam es am Montagmorgen zwischen dem Kreuz Essen-Nord und Bottrop fast kurz hintereinander zu zwei Unfällen, die in einer Massenkarambolage endeten. Darüber berichtet Ratgeber unter Berufung auf Tagesschau. Nach Angaben der Polizei waren insgesamt 26 Fahrzeuge beteiligt, nachdem zunächst von 19 die Rede gewesen war.
Die Situation entwickelte sich unter winterlichen Bedingungen, bei denen sich die Fahrbahn auf einzelnen Abschnitten schlagartig verändern kann. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet das erste Fahrzeug auf der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal wegen Glatteis ins Schleudern, drehte sich und löste dadurch weitere Auffahrunfälle aus. Solche Kettenreaktionen entstehen oft innerhalb weniger Sekunden, weil viele Fahrer die reale Bremsdistanz auf Eis unterschätzen.
„Das erste Fahrzeug geriet auf der Brücke wegen Glatteis ins Schleudern und drehte sich, anschließend fuhren weitere Fahrzeuge auf“, heißt es aus der Polizeileitstelle in der ersten Lageeinschätzung.
Warum Glätte auf Brücken besonders gefährlich ist
Brücken und Hochstraßen kühlen schneller aus als normale Fahrbahnabschnitte, deshalb bildet sich dort häufig früher Eis und hält länger an. Für Fahrer wirkt der Asphalt zuvor oft unauffällig, doch auf dem Brückenbereich kann die Oberfläche plötzlich „glasig“ werden und das Fahrzeug verliert spürbar an Haftung. Genau deshalb reicht manchmal schon ein kleiner Rutscher oder ein abruptes Bremsmanöver aus, um im dichten Berufsverkehr eine Kettenreaktion auszulösen. Fachleute für Verkehrssicherheit betonen, dass viele sich zu sehr am Tempo des Vordermanns orientieren und zu wenig an den tatsächlichen Bedingungen unter den Reifen. Auch moderne Assistenzsysteme können Physik nicht aushebeln, wenn der Grip fehlt.
„Auf Glatteis entscheidet nicht nur die Geschwindigkeit, sondern vor allem die Gleichmäßigkeit – hektische Lenk- und Pedalbewegungen bringen das Fahrzeug schnell aus dem Gleichgewicht“, erklärt ein Experte für Verkehrssicherheit (typische Empfehlung für das Fahren im Winter).
Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten an der Unfallstelle
Die Feuerwehr war nach den vorliegenden Informationen bereits gegen 05:15 Uhr vor Ort, um die Lage abzusichern und Hilfe zu leisten.
Neben der technischen Unterstützung am Unfallort stand vor allem die Versorgung der Betroffenen im Vordergrund, die in Kälte und Stau ausharren mussten. Laut Polizei wurden fünf Personen mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, während andere Beteiligte direkt an der Unfallstelle betreut wurden.
Parallel kümmerte sich auch das Deutsche Rote Kreuz um Menschen, die im Rückstau festsaßen und teilweise lange warten mussten. In solchen Lagen werden Einsatzkräfte nicht nur zur Unfallhilfe, sondern auch zu einer Art mobiler Anlaufstelle für Versorgung und Sicherheit.
„Wir helfen mit Decken und warmen Getränken gegen die Kälte“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.
Stau, Ruhrbahn-Bus für Betroffene und Freigabe der Fahrbahn
Nach der Karambolage wurde die A42 für mehrere Stunden gesperrt, insgesamt fast sechs Stunden, bevor der Verkehr wieder anlaufen konnte. Gegen kurz vor 11:00 Uhr wurden laut Autobahnpolizei auch die letzten Sperrungen aufgehoben, sodass die Strecke in beiden Richtungen wieder frei war.
Um Menschen vor Ort zu unterstützen, wurde ein Bus der Ruhrbahn eingesetzt, in dem 15 Personen betreut und vor allem vor Auskühlung geschützt wurden. Solche Maßnahmen sind wichtig, weil in langen Staus nicht jeder Zugang zu Wärme, Wasser oder Informationen hat.
Oft ist es nicht nur die Kälte, sondern auch die Ungewissheit, die die Situation für Betroffene belastend macht.
Die wichtigsten Fakten zum Vorfall (nach aktuellen Angaben):
| Punkt | Information |
|---|---|
| Ort | A42, zwischen Kreuz Essen-Nord und Bottrop |
| Beteiligte Fahrzeuge | 26 |
| Vermutete Ursache | Glatteis, erstes Auto geriet auf der Brücke ins Schleudern |
| Feuerwehr vor Ort | ca. 05:15 Uhr |
| Verletzte im Krankenhaus | 5 Personen |
| Betreuung | Ruhrbahn-Bus für 15 Personen, Unterstützung durch DRK |
| Freigabe der Strecke | letzte Sperrung kurz vor 11:00 Uhr aufgehoben |
So senken Sie das Unfallrisiko bei Glätte auf der Autobahn
Bei winterlichen Bedingungen braucht selbst eine kurze Fahrt auf der Autobahn eine andere Strategie als bei trockener Fahrbahn. Entscheidend ist, dass scheinbar „normale“ Abschnitte unmittelbar in rutschige Zonen übergehen können, etwa auf Brücken, in Senken oder auf freien Strecken mit Wind. Experten empfehlen, Zeitpuffer einzuplanen, damit man Stress nicht mit Tempo kompensiert, und den Abstand deutlich zu vergrößern – auch wenn er im Verkehr „zu groß“ wirkt. Vor der Abfahrt lohnt es sich, Wetterwarnungen und Hinweise auf Glatteis zu prüfen, selbst wenn es am Startpunkt trocken erscheint. Winterliche Sicherheit beginnt mit einem bewussten Temporeduzieren, nicht mit dem Versuch, im Ernstfall besonders hart zu bremsen.
Bevor man losfährt, hilft ein einfacher Maßnahmenkatalog, der sich in der Praxis bewährt. Diese Punkte bieten keine absolute Garantie, reduzieren aber das Risiko einer Kettenkollision spürbar. Gerade auf der Autobahn entstehen kritische Situationen schneller, weil Tempo und Verkehrsdichte höher sind. Deshalb ist es sinnvoll, einen Plan zu haben, was man tut, wenn plötzlich Bremslichter vor einem aufleuchten. Hier ein kompakter Überblick, wie ihn viele Fahrsicherheitstrainer empfehlen:
- Vor Brücken, Hochstraßen und offenen Abschnitten frühzeitig Geschwindigkeit reduzieren.
- Deutlich mehr Abstand halten und nicht „drängeln“.
- Sanft bremsen, keine abrupten Lenkbewegungen und keine hektischen Pedalwechsel.
- Abblendlicht einschalten und bei schlechter Sicht an Markierungen orientieren.
- Warme Kleidung, Wasser und ein geladenes Handy für lange Staus im Auto bereithalten.
Praktische Winter-Checkliste für unterwegs
Nach Ereignissen wie diesem überprüfen viele Fahrer ihre Winterausrüstung und ihre Routinen für kalte Tage. Ein geladenes Smartphone, eine Powerbank sowie warme Dinge im Fahrzeug können bei langen Standzeiten plötzlich entscheidend werden. Erfahrene Autofahrer raten außerdem, frühzeitig zu tanken, damit man im Stau nicht mit fast leerem Tank in der Kälte steht. Wer bereits feststeckt, sollte Ruhe bewahren, die Fahrbahn nur bei wirklicher Notwendigkeit verlassen und die Hinweise von Polizei und Einsatzkräften beachten. Ein durchdachter „Notfallbeutel“ im Kofferraum ist oft der Unterschied zwischen Unannehmlichkeit und echter Gefahr.

