Acht Jahre Funkstille, ein enttäuschter dritter Teil – und plötzlich die große Rückkehr: Warhammer 40.000: Dawn of War 4 ist offiziell angekündigt, wird von einem deutschen Studio entwickelt und steht auf der Most-Wanted-Liste von PC Gamer für 2026. Der jüngste Story-Trailer hat die Community endgültig elektrisiert – und nebenbei die Techpriesterin Potentia-Delta-9 als Heldin einer komplett neuen Fraktion vorgestellt. Wir haben alle Fakten, Fraktionen, Gameplay-Details und das Drumherum zu einem der heißesten Strategie-Projekte des Jahres für euch zusammengetragen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Release: 2026, exklusiv für PC (Steam)
- Entwickler: King Art Games (Bremen) – bekannt durch Iron Harvest
- Publisher: Deep Silver / PLAION
- Genre: Klassisches Echtzeitstrategie-Spiel mit Basenbau
- Fraktionen zum Release: Space Marines (Blood Ravens), Orks, Necrons, Adeptus Mechanicus
- Setting: Planet Kronus, rund 200 Jahre nach den Ereignissen von Dark Crusade
- Umfang: Über 70 Kampagnenmissionen, rund 40 Minuten CGI-Zwischensequenzen, Koop und Multiplayer bis 3v3
- Story: Geschrieben mit Black-Library-Autor John French
- Highlights: Erstmals spielbare Adeptus Mechanicus, Dark Angels und Primarch Lion El’Jonson im Trailer
Dawn of War 4 Release: Wann kommt die RTS-Rückkehr?

Ein konkretes Datum hält Deep Silver bisher bewusst zurück. Fakt ist aber: Der Dawn of War 4 Release ist offiziell für 2026 angesetzt und wurde im Rahmen der Gamescom Opening Night Live 2025 durch Geoff Keighley angekündigt. Seitdem folgt Schlag auf Schlag neues Material – vom Ankündigungs-Trailer über Fraktions-Reveals bis hin zum vollen Story-Trailer, der die Invasion von Kronus erstmals in Szene setzt.
Viele Beobachter rechnen mit einem Release im Herbst 2026. Dafür sprechen zwei Dinge: die klassische Release-Strategie von King Art und der aktuelle Takt der Marketing-Kampagne mit Hands-on-Previews für ausgewählte Magazine. Ein Platz in der Most-Wanted-Liste von PC Gamer unterstreicht zusätzlich, dass die Marketingmaschine auf Hochtouren läuft.
Plattform-seitig bleibt es vorerst bei einer PC-Version über Steam. Konsolen-Ports sind nicht angekündigt – wäre Dawn of War 4 aber ein Erfolg, gilt eine spätere Umsetzung als realistisch.
King Art Games: Warum ein deutsches Studio das Franchise retten soll
Die vielleicht größte Überraschung an der Ankündigung ist der neue Entwickler. Statt Serien-Vater Relic Entertainment übernimmt jetzt King Art Games aus Bremen. Die Bremer haben sich in den letzten Jahren einen exzellenten Ruf im Strategie-Genre erarbeitet – zuletzt mit dem Dieselpunk-RTS Iron Harvest, das als spiritueller Nachfolger von Company of Heroes (ebenfalls ein Relic-Titel) gilt. Die Verbindung könnte also kaum besser passen.
Hinzu kommt: Das Projekt wird durch den deutschen Games-Grant öffentlich gefördert. King Art hatte schon 2024 unter dem Arbeitstitel „Tischplatte“ ein klassisches Echtzeitstrategie-Projekt angedeutet – rückblickend ein ziemlich durchsichtiger Hinweis auf ein Tabletop-IP. Creative Director Jan Theysen und sein Team machen in Interviews keinen Hehl aus der eigenen Passion für das Warhammer-Universum – und das merkt man dem bisher gezeigten Material an.
Die vier Fraktionen in Dawn of War 4 im Überblick
Zum Start bekommt ihr vier vollständig unterschiedliche Völker – jeweils mit eigener Kampagne, eigenem Fraktionschef und eigenem Gameplay-Fokus. Die Dawn of War 4 Fraktionen bringen zwei Serien-Klassiker, einen Rückkehrer aus Dark Crusade und ein echtes Debüt:
| Fraktion | Anführer | Spielstil | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Space Marines (Blood Ravens) | Captain Cyrus & Chief Librarian Jonah Orion | Elite-Infanterie, hohe Einzelstärke | Dark Angels als Bündnispartner mit Lion El’Jonson |
| Orks | Warboss Gorgutz & Guzcutta | Massenschlachten, aggressiv, zahlenstark | Boarding-Action mit Rok-Angriffen auf Battle-Barges |
| Necrons | Chronomancer Thothmek | Langsam, zäh, mit Zeit-Manipulation | Erwachen aus den schlafenden Gruften von Kronus |
| Adeptus Mechanicus | Technoarchäologin Potentia-Delta-9 | Cyborg-Armeen, experimentelle Waffen | Erstmals in der Dawn-of-War-Serie spielbar |

Space Marines – die Blood Ravens und die Dark Angels
Die Blood Ravens sind die heimlichen Hauptdarsteller der Serie – und kehren auch in Dawn of War 4 zurück. Sie werden von Captain Cyrus und Chief Librarian Jonah Orion angeführt. Besonders interessant: Im neuesten Dawn of War 4 Story-Trailer tauchen die Dark Angels auf – und mit ihnen ihr legendärer Primarch Lion El’Jonson. Dass ein Primarch in einem Dawn-of-War-Titel mitmischt, hat es so noch nie gegeben und dürfte die Tabletop-Community elektrisieren.
Ein Running Gag der Community: Ausgerechnet die Blood Ravens sind dafür bekannt, sich in den Vorgängern regelmäßig heilige Relikte „auszuleihen“. Das deutsche Portal Mein-MMO hat der diebischen Ader des Ordens in einem viralen Artikel passend zum Trailer erneut ein kleines Denkmal gesetzt.
Orks – Warboss Gorgutz ist zurück
Wer Dawn of War 1 bis 3 gespielt hat, kennt ihn: Warboss Gorgutz ist ein echter Serien-Veteran. An seiner Seite steht mit Guzcutta ein zweiter Ork-Kommandant. Die Orks wüten wie gewohnt mit Hordentaktik, Gretchin-Wellen und patentreifen Rok-Landungen. Der Reveal-Trailer zeigt eindrucksvoll, wie die grünen Bestien direkt auf eine imperiale Battle-Barge krachen und die Space Marines ins Boarding zwingen.
Necrons – Chronomancer Thothmek erweckt Kronus
Die Necrons sind technisch-mystisch, nahezu unsterblich und schlummern seit Äonen unter der Oberfläche von Kronus. Chronomancer Thothmek startet ihre Invasion – und bringt damit Zeit-Manipulation ins Schlachtgefüge. Mechanisch sollen die Necrons die langsame, aber extrem widerstandsfähige Fraktion sein. Wer sie unterschätzt, wird überrannt.
Adeptus Mechanicus – das große Serien-Debüt
Die spannendste Neuerung: die Adeptus Mechanicus Dawn of War-Premiere. Die Priester-Techniker vom Mars treten erstmals als vollwertige Fraktion an, mit Cyborg-Infanterie, Kampfrobotern und experimentellen Waffen. Das deutsche Magazin GameStar durfte die Fraktion weltexklusiv ausprobieren und zeigt sich begeistert: Das Gefühl, eine Armee aus maschineller Logik gegen das Chaos des 41. Jahrtausends zu schicken, sei einzigartig.
Potentia-Delta-9: die erste Techpriesterin vom Mars
Mit Potentia-Delta-9 bekommt die Mechanicus-Kampagne eine eigene Heldin. Die Technoarchäologin reist nach Kronus, um verlorenes Wissen zu bergen – und stößt dabei unvermeidlich auf die schlafenden Necron-Gruften. Dass ausgerechnet eine weibliche Techpriesterin die Fraktion anführt, ist ein cleverer Move von King Art: Es öffnet den Adeptus Mechanicus eine neue erzählerische Ebene, ohne den Lore-Kern zu verbiegen.
Im Gameplay sollt ihr als Potentia-Delta-9 nicht nur Basen hochziehen, sondern auch aktiv Ruinen durchsuchen, Relikte bergen und fraktionsspezifische Boni freischalten. Damit bindet King Art Adventure-Elemente geschickt in ein klassisches RTS-Fundament ein.
Story und Setting: 70 Missionen auf Kronus
Schauplatz ist Kronus – der Planet, den Veteranen bereits aus Dark Crusade kennen. Die Handlung spielt allerdings rund 200 Jahre später. Das Imperium versucht die zerstörte Welt zurückzuerobern, stößt aber auf Ork-Horden unter Gorgutz und eine neue Necron-Bedrohung aus den Tiefen des Planeten. Parallel durchstreift der Adeptus Mechanicus die Ruinen und gräbt buchstäblich die Geheimnisse der Vergangenheit aus.
Die Geschichte wurde gemeinsam mit John French entwickelt, einem der bekanntesten Autoren des Black-Library-Verlags. Insgesamt erwarten euch vier vollwertige Einzelspieler-Kampagnen mit über 70 Missionen, die ihr wahlweise solo oder im Koop erleben könnt. Zwischen den Schlachten gibt es rund 40 Minuten hochwertige CGI-Zwischensequenzen – ein Umfang, den sich im Strategie-Genre aktuell kaum ein anderes Spiel leistet.
Besonders spannend: In einigen Missionen müsst ihr Entscheidungen treffen, die den weiteren Verlauf verändern. Bestimmte Einsätze tauchen nur bei abweichenden Spielentscheidungen im zweiten Durchgang auf – ein klarer Anreiz für Replays.
Gameplay: Rückkehr zu den Wurzeln mit Sync Kills und Basenbau

Nach dem enttäuschenden Dawn of War 3 geht King Art bewusst zurück zu den Stärken von Teil 1. Das bedeutet: klassischer Basenbau, Ressourcen über Kontrollpunkte, große Armeen, knallharte Massenkämpfe. Dazu kommt ein überarbeitetes Sync-Kill-System unter dem Namen „Combat Director“ – die brutalen, cineastischen Nahkampf-Kills waren seit jeher ein Markenzeichen der Serie.
- Basenbau, Ressourcenpunkte und Tech-Trees wie im Original
- Kommandanten mit aktiven Spezialfähigkeiten, angelehnt an Dawn of War 2
- Erweiterte Sync-Kills mit neuen Animationen pro Einheitentyp
- Massive Armeen mit deutlich höherem Unit-Count als in Teil 3
- Painter-Tool zur optischen Anpassung der eigenen Einheiten
- Integrierter Editor für eigene Karten und Missionen
Ein interessanter Nebenaspekt: Publisher Deep Silver hätte laut einem GameStar-Podcast gerne den einen oder anderen Gaming-Trend gesehen – etwa Live-Service-Elemente oder Battle Pass. King Art pfeift genüsslich darauf und setzt stattdessen auf ein vollwertiges Strategiespiel mit klarem Kaufmodell. Diese Haltung kommt in der Community extrem gut an.
Multiplayer, Koop und Last Stand
Dawn of War 4 ist nicht nur ein Singleplayer-Spiel. King Art legt großen Wert auf den Wiederspielwert und packt gleich mehrere Modi ins Paket:
- Kampagne (Singleplayer/Koop): Vier Fraktionen, über 70 Missionen, mit Entscheidungen und Mission-Verzweigungen.
- Skirmish: Klassische Gefechte gegen die KI, mit frei wählbaren Karten und Fraktionen.
- Last Stand: Der legendäre Koop-Modus kehrt zurück – Heldenfiguren trotzen gemeinsam Wellen von Gegnern.
- Multiplayer: Klassisches 1v1, 2v2 und 3v3 für kompetitive Matches.
- Crusade-Modus: Ein neuer Langzeit-Modus, in dem ihr euren Kommandanten persistent weiterentwickelt.
Keine deutsche Sprachausgabe – der Haken bei einem deutschen Spiel
So ironisch es klingt: Ausgerechnet dieses King Art Games-Projekt aus Deutschland wird ohne deutsche Sprachausgabe erscheinen. Das hat Publisher Deep Silver auf GameStar-Nachfrage bestätigt. Deutsche Untertitel sind dabei, die Synchronisation bleibt aber auf Englisch beschränkt. Der Grund sind die Budgetrealitäten moderner Gaming-Produktionen – eine vollständige Vertonung kann bei einem umfangreichen RTS schnell sechsstellige Summen verschlingen.
Für viele deutsche Fans ein echter Wermutstropfen, gerade bei einem Spiel mit so viel Cineastik. Ob King Art in der Community-Reaktion noch einmal nachjustiert, bleibt abzuwarten. Bisher gilt: Englische Sprachausgabe, deutsche Untertitel – fertig.
PC Gamer Most Wanted 2026 und die Community-Erwartungen
Dass das US-Magazin PC Gamer Warhammer 40.000: Dawn of War 4 in seine Top-25-Most-Wanted-Liste für 2026 aufgenommen hat, ist mehr als ein Marketing-Schulterklopfen. Es zeigt, dass die RTS-Rückkehr längst nicht nur im deutschsprachigen Raum Furore macht. Auf Reddit, im offiziellen Discord und in den Kommentarspalten ist die Stimmung so positiv wie schon lange nicht mehr.
„Es sollte die Marke zurückbringen, doch Dawn of War 3 enttäuschte reihenweise Fans. Dass jetzt ein Studio wie King Art ran darf, ist das Beste, was dem Franchise passieren konnte.“ – Stimmen aus der Community zur Ankündigung.
FAQ: Die wichtigsten Fragen zu Dawn of War 4
Wann erscheint Warhammer 40.000: Dawn of War 4?
Das Spiel soll 2026 erscheinen. Ein genaues Datum hat Deep Silver bislang nicht kommuniziert. Viele Beobachter rechnen mit Herbst 2026, offiziell bestätigt ist das aber nicht.
Für welche Plattformen kommt Dawn of War 4?
Der Titel erscheint zunächst exklusiv für PC über Steam. Konsolen-Ports sind derzeit nicht bestätigt.
Welche Fraktionen sind spielbar?
Zum Release stehen vier Fraktionen zur Verfügung: Space Marines (Blood Ravens), Orks, Necrons und Adeptus Mechanicus. Jede Fraktion hat eine eigene Kampagne mit eigenem Kommandanten.
Wer entwickelt Dawn of War 4?
Entwickelt wird das Spiel vom Bremer Studio King Art Games, nicht mehr vom Serienveteranen Relic Entertainment. Publisher ist Deep Silver (PLAION).
Gibt es eine deutsche Sprachausgabe?
Nein. Dawn of War 4 erscheint mit englischer Sprachausgabe und deutschen Untertiteln. Eine vollständige deutsche Synchronisation ist nicht geplant.
Wer ist Potentia-Delta-9?
Potentia-Delta-9 ist die Heldin der Adeptus-Mechanicus-Kampagne. Die Technoarchäologin vom Mars reist nach Kronus, um verlorenes Wissen zu bergen – und gerät dabei mitten in die erwachenden Necron-Gruften.
Wie lang ist die Kampagne?
Es gibt vier eigenständige Kampagnen mit insgesamt über 70 Missionen und rund 40 Minuten CGI-Zwischensequenzen. Außerdem lassen sich alle Kampagnen im Koop spielen.
Gibt es Multiplayer?
Ja. Dawn of War 4 unterstützt kompetitive Modi für 1v1, 2v2 und 3v3. Dazu kommen Skirmish, Last Stand und ein neuer Crusade-Modus.
Fazit: Dawn of War 4 könnte 2026 die RTS-Überraschung werden
Nach dem Absturz von Teil 3 war die Hoffnung auf einen würdigen Serien-Nachfolger verflogen. Umso erstaunlicher, wie ernsthaft King Art mit Warhammer 40.000: Dawn of War 4 ins Rennen geht: klassischer Basenbau, vier vollwertige Fraktionen inklusive der spektakulären Adeptus-Mechanicus-Premiere, eine vielschichtige Kampagne mit Dark Angels und Primarch Lion El’Jonson – und mit Potentia-Delta-9 eine Heldin, die das Franchise narrativ aufbricht, ohne die Lore zu verraten.
Wenn das Studio die Qualität der Hands-on-Previews bis zum Release halten kann, darf 2026 zum Comeback-Jahr für klassische Echtzeitstrategie werden. Der Dawn of War 4 Story-Trailer hat bereits bewiesen, dass Herzblut und technische Finesse stimmen. Jetzt fehlt nur noch eins: ein offizielles Release-Datum.
Stand des Artikels: 19. April 2026. Weitere Updates folgen, sobald King Art Games und Deep Silver neue Informationen veröffentlichen.

